Boolsche Ausdrücke gehen sogar in if Abfragen

Heute mal ein kleines Fundstück zum schmunzeln über das ich gestolpert bin. Genauer gesagt bin ich über das Blog Coding-Horror von Marcell Kluth gestolpert welcher sich als Entwicklungshelfer an der Front versteht. Die Beispiele und die Themen sind alle rund um die Sprachen C, C++ und C# gebaut aber es sind auch generelle, Sprachenübergreifende Hinweise zu finden wie z.B. auch dieser: && geht sogar in if(…).

Ich erlaube mir hier die Beispielzeilen zu kopieren und Ausschnitte seines Textes zu zitieren über die ich beim lesen schmunzeln musste.

Grundsätzlich geht es um folgendes Konstrukt:

if ( A )
{
  if ( B )
  {
    if ( C )
    {
      D;
    }
  }
}

Er zeigt sogar die optimierte Version eines ganz schlauen Expertens des obigen Ausdrucks:

if ( A ) if ( B ) if ( C ) D;

Und hier der Kommentar zu den beiden obigen Ausdrücken:

Ich weiss nicht wie es anderen “Durchschnittsprogrammierern” geht wenn sie so etwas sehen, ich jedenfalls habe das Gefühl das sich meine Retina ablöst… Für alle die noch nicht gesehen haben, warum dies Augenkrebs verursachen kann, hier nochmal der Hinweis: Es gibt für logische Ausdrücke Boolsche-Operatoren.

Hier jetzt die vorgeschlagene und wahrscheinlich von allen Lesern als normal empfundene Lösung:

if ( A && B && C )
{
  D;
}

Und der abschließende Kommentar mit dem Hinweis auf die “hoheitliche Pflicht”:

Eine Ausrede die ich diesbezüglich nicht mehr hören kann ist: Ja, früher hat ja in den if’s noch mehr dringestanden. Das ist dann alles nach und nach rausgefallen. DAS IST KEINE AUSREDE! DAS IST BULLSHIT! Wenn ich etwas aus/in einer if (oder sonstwo) lösche/ändere/hinzufüge, habe ich nicht nur das Privileg sondern auch die hoheitliche Pflicht sich den umgebenen Quellcode anzuschauen.

Auch wenn für den ein oder anderen es unvorstellbar ist, dass jemals solcher Quälkot (wie es auf Coding-Horror vornehmlich genannt wird) real aufkommen kann so ist das doch der Fall. Aber vor allem der Satz, dass man die hoheitliche Pflicht hat sich den umgebenen Quellcode anzuschauen wenn man etwas im Quellcode verändert hat ist meiner Meinung nach schon sehr viel Wert.

Der Coding-Horror Blog scheint nicht all zu oft neue Artikel zu erhalten aber ein abonnieren des RSS Feeds scheint sich zu lohnen. Der letzte Artikel übrigens entspricht auch noch einem leidigen Thema welches einem auch in der Java-Welt des Öfteren unterkommt: die Initialisierung von Klassenvariablen. Aber dazu ein andere mal mehr.

Noch ein letzter Linktipp: Stop.Coding-Horror.de – ein online Buch über gute Softwareentwicklung mit Todsünden und Tugenden. Hier ein kleiner Auszug aus der Einleitung:

Es geht zu wie in einem Schlachthof. Zum erstenmal hatte ich das Gefühl ein ächtliches, angewiedertes Knarzen im Prozessor zu vernehmen, wenn diese Softwareprodukte übersetzt und gestartet wurden.

Bisher wurden noch nicht alle im Inhaltsverzeichnis angekündigten Seiten ausgearbeitet aber auch die bisherigen Seiten sind schon mal eine kleine Lesepause wert.

In diesem Sinne – fröhliches programmieren!

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